Influencer

All zu oft hängt die Aussage eines Fotos vom Blickwinkel ab, in dem es erstellt wurde. Aus dem Kontext gerissen wird es dann schnell zu Fake News. Über diese Problematik und die Wirkung von Bildern haben unsere deutschen und indischen Austauschschüler den Film „Influencer“ gedreht.

Influencer zeigt die Geschichte einer zerbrochenen Beziehung. Doch einer der Partner verträgt die Trennung nicht. In einem günstigen Augenblick nimmt er ein Foto auf, dass, da es im richtigen/falschen Blickwinkel aufgenommen wurde, nicht mehr die ganze Wahrheit widerspiegelt. Als er das Bild verbreitet nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Durch seine Story wurde der Film „Influencer“ mit ein Hauptwerk unseres Austauschprojekts. Es spiegelt die Macht der Medien wieder, unsere Abhängigkeit von Ihnen und schließlich auch die Möglichkeit Medien selbst zu produzieren.

Die gesamte Geschichte wurde in Zusammenarbeit mit dem Filmenden Klassenzimmer der Bavaria Filmstudios entwickelt. Dort fanden auch die eintägigen Dreharbeiten statt.

Das deutsch-indische Filmprojekt „Influencer“.
Wir möchten darauf hinweisen, dass eine Weiterverbreitung des Videos ohne Zustimmung des Johannes-Turmair-Gymnasiums und der Bavaria Filmstudios nicht gestattet ist.

Endlich zu Hause!

Ausflüge, Schulbesuche, Projektarbeit. Manchmal kann der Austausch auch stressig werden. Dann ist es umso entspannender einfach einmal eine Pause zu machen und den Abend bei der Gastfamilie zu verbringen. Von einem dieser Abende berichtet unsere Austauschschülerin Paula R.:

Qwirkle
Deutsch-Indischer Spieleabend

Gesten haben wir unseren ersten Spieleabend gehabt. Wir haben Qwirkle gespielt (ein Spiel mit verschiedenen Farbsteinen, die man aneinander reihen muss).

Es war anfangs etwas schwer das Spiel zu erklären, aber Ritanshi hat es schnell verstanden und wir konnten ohne Schwierigkeiten spielen. Am Ende hat leider – so wie immer – meine Mutter gewonnen.

Missverständliche Gewürzkultur

Indisches Essen und Gewürze gehören einfach zusammen. Während man sich bei manchen deutschen Rezepten oft auf Salz und Pfeffer beschränkt, verwendet man in der Küche Indiens eine ganze Batterie von Pülverchen und Samen, Kapseln und Gewürzen. Beim interkulturellen Kochen während des Austauschs kommt es da schnell zu Missverständnissen.

Curry

Curry Masala
Curry, Masala und Co. – Die Begriffe können einen zur Verzweiflung bringen.

Currywurst, Curryketchup, Curryreis. Der Deutsche versteht unter Curry das gelbe Pulver, dass er immer dann auf ein Gericht streut, wenn er ihm eine gewisse Schärfe und einen etwas asiatischen Touch verpassen möchte. In Indien kann man es dagegen überhaupt nicht nachvollziehen, dass es bei uns Curry in Pulverform gibt.

In Indien ist Curry ein Sammelbegriff für soßenreiche Gerichte, die oft zusammen mit Reis serviert werden. Im Deutschen lässt er sich vielleicht noch am ehesten mit dem Begriff Eintopf wiedergeben. Diese Curries in ein kleines Döschen zu packen und dann auf ein weiteres Gericht zu streuen entbehrt jeder Logik. Missverständnisse in der Kommunikation sind vorprogrammiert, wenn man von seiner Liebe für Curry schwärmt.

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Es ist nirgends so schön wie daheim

14 Tage lang waren die Austauschschüler aus Noida Gäste in Straubing. In diesen Tagen arbeiteten sie gemeinsam mit ihren deutschen Partnern am Medienprojekt, wohnten in den Familien und erkundeten die bayerische Kultur. Am Samstag war es an der Zeit Abschied zu nehmen und nach Indien zurückzufliegen.

Um 5.45 Uhr morgens trafen sich die Schüler mit ihren Gasteltern in der Turmair-Busschleife. Noch ein wenig verfroren und müde standen sie wortkarg in kleinen Gruppen herum. Obwohl sie es alle wussten, wollte es wohl keiner wahrhaben, dass sie nun alle Abschied nehmen müssen.

Der Reisebus

Erst als der Bus in den Parkplatz bog dämmerte es ihnen langsam. Erst zaghaft, dann immer häufiger und fester wurden die Freunde und neuen Familienmitglieder gedrückt.

Das Einsteigen in den Bus wollte jedoch immer noch nicht klappen. Zu stark war die Freundschaft, die sich in den letzten 14 Tagen gebildet hatte. Erst durch den starken Zuspruch der Lehrer konnten alle indischen Gastschüler in den Reisebus verfrachtet werden. Viele von ihnen gaben sich beim Einsteigen keine Mühe, die Tränen aus dem Gesicht zu wischen.

Nach der Abreise

Aber auch auf der deutschen Gastgeberseite blieben die Gesichter nicht trocken und so standen viele Eltern und Schüler noch lange an der Haltestelle, als der Bus längst Richtung Flughafen abgefahren war.

Lebt wohl! Bis auf ein baldiges Wiedersehen im Oktober!

Aus aktuellem Anlass – Media Rules!

Media Rules! Das bedeutet, dass Medien regieren, Medien bestimmen, Medien herrschen. Das bedeutet aber auch, dass sich Medien an Regeln halten müssen. Über die Verantwortung, welche die Medien damit übernehmen, wurde heute im Rahmen einer außerplanmäßigen Unterrichtsstunde mit den indischen Gästen aus Noida gesprochen. Anlass dazu war die große mediale Präsenz des „Ibiza-Skandals“ des ehemaligen österreichischen Vizekanzlers und die Veröffentlichung der entsprechenden Videoausschnitte.

In den letzten zwei Wochen haben sich unsere Austauschschüler intensiv mit der Presse- und Medienlandschaft in Deutschland auseinandergesetzt und dabei nicht nur Fernseh- und Radiostudios besucht, erfahrene Reporter interviewt, sondern auch selbst Medienbeiträge kreiert und veröffentlicht.

Welche Folgen die Veröffentlichung der „Halben Wahrheit“ hat, haben die Schüler in ihrem Film „Influencer“ bereits kritisch hinterfragt. Nun wurde durch Deutsche Medien jedoch eine Videoaufnahme veröffentlicht, welche in der Lage war in Österreich einen politischen Skandal auszulösen. Was, wenn dieses Video wieder nur die „Halbe Wahrheit“ zeigt? Was, wenn die Medien durch einseitige Berichterstattung Einfluss auf die Politik nehmen?

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Ein fröhliches Lebewohl

Die fast komplette Austauschtruppe

Nach nun zwei Wochen Aufenthalt in Deutschland ist es für unsere Gäste aus Noida an der Zeit nach Indien zurückzukehren. Um diesen Abschied ein wenig zu versüßen trafen sich gestern die Familien im Straubinger Restaurant Ganesha, um bei authentischem Essen. Es wurden Anekdoten ausgetauscht, über Indien philosophiert und vor allem gut gegessen.

Gar köstliche Speisen

Kaum war im Restaurant Ganesha das Buffet aufgebaut, so versuchten sogleich alle Anwesenden etwas von den köstlichen Paneer-Gerichten, Gemüse-Pakoras, Butter Chicken oder vom Tandori Chicken zu kosten. Natürlich durfte auch Dal Makhni und Nan nicht fehlen. Die Austauschgruppe, überwiegend in indische Kleidung gehüllt (ja, auch die Deutschen) ließ es sich schmecken und einzelne Schüler berichteten von den hausgemachten Gerichten der Oma, die der deutsche Gast bald nun in Indien probieren könnte.

Ein spannendes Medienprojekt

Es wurde aber auch offiziell. Immerhin wurde mit dem gestrigen Abend auch der erste Teil des Medienprojekts „Media Rules!“ abgeschlossen und die Eltern waren begierig, die Ergebnisse zu Gesicht zu bekommen. So war die Begeisterung groß, als auf einer großen Leinwand z. B. der Film „Influencer“ gezeigt wurde, den die Schüler in den Bavaria Filmstudios gedreht haben.

Unsere jungen Filmstars waren aber auch gestern nicht passiv. Sie sangen zum eine Coverversion des Songs „Count on me“ und überreichten als Dank für der betreuenden Lehrkraft Wolfgang Pöschl als Dank für die Organisation ein persönliches Präsent der gesamten Schülermannschaft.

Ohne Eltern geht es nicht

Der Dank ging aber auch an die Eltern der deutschen Schüler, die es geschafft haben, dass sich die indischen Austauschschüler in den zwei Wochen Besuchszeit als Familienmitglieder fühlten. Wir am Turmair dürfen uns glücklich schätzen, eine solche Schulfamilie zu sein, in der Lehrer, Schüler und Eltern stets eifrig Zusammenarbeiten damit Projekte wie unser Deutsch-Indischen Schüleraustausch zu einer glücklichen, bleibenden Erinnerung werden konnte.