Abflug in einer Stunde

Die ersten Hürden auf dem Weg nach Indien sind gemeistert: Trotz Stau sind wir rechtzeitig am Flughafen angekommen, haben den Check In erfolgreich abgeschlossen und auch die Sicherheitsschleuse wurde erfolgreich gemeistert.

Nun warten wir ungeduldig darauf, endlich an Board unserer Maschine EY006 nach Abu Dhabi gehen zu können. Die Zeit bis dahin vertreiben wir uns mit einem zweiten Frühstück. Allerdings gab es bereits auch die ersten Enttäuschungen. Wer hätte auch gedacht, dass es im Sicherheitsbereich keinen McDonald’s gibt.

Das Abenteuer beginnt. Begleitet uns doch!

Pünktlich um 7:15 Uhr stehen wir nun in der Busschleife des Turmair-Gymnasiums und räumen unsere Koffer in den Bus. In 2 Stunden sind wir am Flughafen, in 5 Stunden in der Luft und „nur“ 8 Stunden später in Neu Delhi.

Letztes Drücken
Letztes Drücken

Die Vorfreude ist ebenso zu spüren, wie die Angst eines jeden Einzelnen, etwas vergessen zu haben. Hektisch wird noch einmal der Ladezustand des Handys geprüft und kontrolliert, ob das Nackenhörnchen-Kissen wirklich eingepackt ist.

Doch schlussendlich sind wir bereit, unsere Reise zu beginnen, unsere Freunde wieder zu sehen und unser Projekt über die Medienlandschaft in Deutschland und Indien abzuschließen!

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns hier im Blog begleiten würdet. Ihr könnt uns Fragen stellen, Kommentare posten. Wir freuen uns über jedes Feedback!

Geschenke, Geschenke, Geschenke

Gastgeschenke
Gastgeschenke einer Teilnehmerin

Nach der Ankunft in der neuen Gastfamilie ist die Atmosphäre oft noch ein wenig angespannt. Das traditionelle Überreichen der Gastgeschenke ist dann ein wilkommener Anlass, um das Eis zu brechen.

Wie bereits in einem früheren Artikel beschrieben müssen diese Geschenke weder wertvoll, noch besonders ausgefallen sein. Oft sind es die scheinbar kleinen Dinge, die die größte Reaktion beim Gegenüber hervorrufen.

Auch dieses Jahr hatten die Schüler wieder die Qual bei der Auswahl ihrer Geschenke. Mal schauen, wie die Familie darauf reagiert.

Unser indischer Gast

Sukriti ist eine sehr aufgeweckte Person, sie sich schnell mit unseren Katzen anfreundete. Eine davon ist in der Nacht zu ihr auf die Gästecouch gesprungen und hat sich neben ihr eingerollt.

Sukriti und die Katze
Sukriti und unsere Katze

Abends saßen wir oft zusammen, haben gegessen und danach geredet (das heißt, sie haben geredet und ich habe versucht, mir irgendeinen Reim auf die Wörter zu machen, da ich erst in der vierten Klasse bin und nicht sonderlich viel Englisch verstehe). Deshalb saß ich manchmal in der Küche und habe zugehört, ohne etwas zu verstehen.

Doch zum Glück haben mein Bruder, meine Mama und mein Papa mir viel, aber eben nicht alles, übersetzt, aber ich habe andere Wege gefunden, zum Beispiel, als sie Sandwiches für uns gemacht hat. Ich hätte natürlich sagen können „tomatoe“ und „cheese“, aber da mir nicht einfiel, wie man Majonnaise auf Englisch ausspricht, habe ich auf die Zutaten gezeigt und „hm“, „hm“, „hm“ gemacht.

Sukriti war sehr gesprächig und sprach beinahe den ganzen Tag und so sprach sie auch auf der Autofahrt zu dem Bus, der sie zum Flugzeug nach Indien brachte.

Geschrieben von Emma S,

Influencer

All zu oft hängt die Aussage eines Fotos vom Blickwinkel ab, in dem es erstellt wurde. Aus dem Kontext gerissen wird es dann schnell zu Fake News. Über diese Problematik und die Wirkung von Bildern haben unsere deutschen und indischen Austauschschüler den Film „Influencer“ gedreht.

Influencer zeigt die Geschichte einer zerbrochenen Beziehung. Doch einer der Partner verträgt die Trennung nicht. In einem günstigen Augenblick nimmt er ein Foto auf, dass, da es im richtigen/falschen Blickwinkel aufgenommen wurde, nicht mehr die ganze Wahrheit widerspiegelt. Als er das Bild verbreitet nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Durch seine Story wurde der Film „Influencer“ mit ein Hauptwerk unseres Austauschprojekts. Es spiegelt die Macht der Medien wieder, unsere Abhängigkeit von Ihnen und schließlich auch die Möglichkeit Medien selbst zu produzieren.

Die gesamte Geschichte wurde in Zusammenarbeit mit dem Filmenden Klassenzimmer der Bavaria Filmstudios entwickelt. Dort fanden auch die eintägigen Dreharbeiten statt.

Das deutsch-indische Filmprojekt „Influencer“.
Wir möchten darauf hinweisen, dass eine Weiterverbreitung des Videos ohne Zustimmung des Johannes-Turmair-Gymnasiums und der Bavaria Filmstudios nicht gestattet ist.

Endlich zu Hause!

Ausflüge, Schulbesuche, Projektarbeit. Manchmal kann der Austausch auch stressig werden. Dann ist es umso entspannender einfach einmal eine Pause zu machen und den Abend bei der Gastfamilie zu verbringen. Von einem dieser Abende berichtet unsere Austauschschülerin Paula R.:

Qwirkle
Deutsch-Indischer Spieleabend

Gesten haben wir unseren ersten Spieleabend gehabt. Wir haben Qwirkle gespielt (ein Spiel mit verschiedenen Farbsteinen, die man aneinander reihen muss).

Es war anfangs etwas schwer das Spiel zu erklären, aber Ritanshi hat es schnell verstanden und wir konnten ohne Schwierigkeiten spielen. Am Ende hat leider – so wie immer – meine Mutter gewonnen.